Drei Nasen und der richtige Riecher.

Die Landbäckerei Winterring

Eine Biene hat bekanntlich keine Nase – aber sie streckt ihre beiden Fühler aus und „riecht“ mit ihren Fühlern. Diese Fühler sind in jede Richtung beweglich, so dass die Biene sogar „plastisch“, quasi dreidimensional riechen kann. Das können nicht einmal Hunde.

 

Heinz-Georg Winterring, Bäckermeister aus Biene (Lingen), hat einen guten Riecher – ganz besonders dann, wenn es um Dreidimensionales geht, etwa den richtigen Standort für einen neuen Laden. Zudem tut er sich gerne zusammen mit Menschen, die er gut riechen kann und die – jeder für sich – einen ähnlich guten Riecher haben wie der emsländische Unternehmer.

 

Als Wintering seine Fühler nach dem richtigen Partner im Ladenbau ausstreckte, wurde er auf der iba in München fündig. Das Ladenkonzept der Konzeptwerkstatt Merge gefiel ihm so gut, dass er es vom Stand weg kaufte und in seiner neuen Filiale im Emlichheim realisierte, einer von inzwischen über 40 im südlichen Emsland, der Grafschaft und dem Kreis Steinfurt.

Lookentorcenter in Lingen

Das war der Beginn einer langjährigen Kundenbeziehung zwischen der Biener Landbäckerei Winterring und der Konzeptwerkstatt Merge, die sich für den innovativen Bäckermeister immer dann besonders bezahlt machte, wenn es um neue Konzepte ging, so wie im Fall des Lookentorcenters in Lingen.

 

Kein Bäcker weit und breit traute sich die 200 qm Vorkassenzone im Basement des neuen Shopping-Centers zu. Aber Heinz-Georg Winterring ließ der Laden nicht los. Er rief Holger Merge von der Konzeptwerkstatt an und gemeinsam streckten sie ihre Fühler in Richtung des Projektentwicklers aus. Hermann Klaas, erfolgreicher und erfahrener Investor und Immobilienmanager in Personalunion, wurde der dritte im Bunde. Gemeinsam entstand die Idee, zusätzliche 54 qm im Erdgeschoss zu mieten – eigentlich ein Top-Standort, aber leider viel zu klein für einen Bäcker. Es sei denn …

Win-Win-Win.

Vor dem Standort gab es noch einen öffentlichen Verweilbereich mit Bänken. Viel zu groß. Und für einen Vermieter nicht wirklich gewinnbringend. Wäre da nicht die Idee der Konzeptwerkstatt gewesen, die Fläche mit einer Food-Ellipse für über 80 Sitzplätze zu nutzen. Beides zusammen lohnt sich, und zwar für alle Beteiligten.

 

Mehr noch: im Lingener Lookentorcenter wurde „Winterings Backkultur“ als Premiummarke des Unternehmens geboren. Die Biener Landbäckerei als Kernmarke entstand im Basement und durch cleveres Flächenmanagement bilden heute beide Geschäfte eine profitable Einheit.

 

Weitere Bäckerei-Lösungen der drei Nasen mit dem richtigen Riecher: im MEP Center (Meppen) und demnächst in der Ems-Galerie (Rheine).

Apropos Nase!

Einen guten Riecher für besten Korn sagt man den Emsländern seit jeher nach. Haselünne ist zweilfellos das Zentrum emsländischer Brennereien. Und Berentzen ist wohl die bekannteste unter ihnen. Dass Jan Bernd Berentzen auch eine gute Nase für Immobilien hat, bewies er zuletzt mit dem neuen Hansehaus in Haselünne. Gegenüber vom Alten Rathaus entstand ein Gebäude wie zu alten Zeiten: aus Sandstein und Dünnformatklinker im Kreuzverbund.

 

100 Meter weiter die etwas in die Jahre gekommene Fliliale der Bäckerei Winterring. Aber Heinz-Georg Winterring, der Biener Landbäcker, und Hoger Merge, der Mettinger Konzeptioner, hatten ihre Fühler bereits ausgestreckt. Nach harten Verhandlungen und ebenso harter Arbeit wurde die Landbäckerei Winterring Ankermieter im Haselünner Hansehaus von Berentzen. Mit einem edlen Ladenkonzept aus der Mettinger Konzeptwerkstatt.

 

Besiegelt wurde der Vertrag, wie es emsländische Tradition ist, mit einem Berentzen-Doppelkorn. Maren Eikermann, projektverantwortliche Architektin der Konzeptwerkstatt, entschied sich lieber für einen „Roten“. Der hat nur halb so viele Prozente. Und eine musste ja fahren. Für den Fall, dass auf dem Nachhauseweg mal ein Freund und Helfer seine Nase ins Auto stecken sollte …

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