Das Projekt
Ein Gegenentwurf zur klassischen Raststätte
Die Idee zur H-ALBZEIT entstand 2018: Direkt an der Autobahnabfahrt Merklingen sollte ein Ort entstehen, der Reisenden und Menschen aus der Region mehr bietet als schnelle Versorgung. Gemeinsam mit Heiner Beck von BeckaBeck und Ludwig Failenschmid von der Albmetzgerei Failenschmid entwickelte die Konzeptwerkstatt aus der Vision eines schwäbischen Marktplatzes ein tragfähiges Gesamtprojekt.
Auf zwei Geschossebenen wurden Bäckerei, Metzgerei, Gastronomie, Markthalle und Aufenthaltsbereiche zusammengeführt. Die besondere Aufgabe bestand darin, unterschiedliche Verkaufs- und Gastronomieprozesse, Kundenwege sowie hohe technische Anforderungen an Lüftung, Kühlung und Brandschutz in ein stimmiges räumliches und gestalterisches Konzept zu übersetzen.
Von Gebäudeform und Grundrissen über Markenauftritt, Innenraumgestaltung und Ladenbau bis zur Küchenplanung und Dekoration bündelte die Konzeptwerkstatt ihre Leistungsbereiche. In enger Abstimmung mit den Bauherren und regionalen Partnern entstand so ein eigenständiger Ort für schwäbisches Handwerk, regionale Herkunft und zeitgemäße Gastlichkeit.
Das Konzept
Tür auf, Rauschen aus, Sinne an!
Schon von weitem setzt die H-ALBZEIT mit ihrer modernen Scheunenoptik ein klares Zeichen. Große Glasflächen, regionale Materialien, rustikale Holzoberflächen und markante schwarze Akzente übertragen den Charakter der Schwäbischen Alb in eine zeitgemäße Architektur. Die großzügigen Räume verbinden handwerkliche Bodenständigkeit mit einer offenen, hochwertigen Atmosphäre.
Die Grundrisse folgen konsequent den Bewegungen von Gästen und Mitarbeitenden. Bäckerei, Metzgerei, Markthalle, Frischetheken und Live-Cooking-Zonen greifen funktional ineinander; Verkaufsflächen, Gastronomie, Rückzugsorte und rückwärtige Arbeitsbereiche bleiben dennoch klar gegliedert. Das Selbstbedienungskonzept mit zentraler Bezahlkarte ermöglicht den Gästen, sich frei zwischen den Angeboten zu bewegen und erst am Ende gesammelt zu bezahlen.
180 Innen- und 150 Außensitzplätze schaffen unterschiedliche Möglichkeiten für kurze Pausen und längere Aufenthalte. Mit dem Heuboden und dem Kutscherstüble stehen zusätzlich zwei flexibel nutzbare Räume für Meetings, Seminare und Feiern zur Verfügung. Auch Lüftung, Raumakustik, Kühltechnik und der Blick in die schwäbische Landschaft wurden als Teil des Gesamterlebnisses geplant. Der direkt angrenzende E-Ladepark verbindet den regionalen Genussort heute zusätzlich mit nachhaltiger Mobilität.